Es regnet und der Blick aus meinem Fenster ist so trübe, dass ich die Berge um Kassel herum nur noch erahnen kann. Nicht mal bis zum Ende meiner Straße kann ich sehen, ab und zu blitzt ein Autoscheinwerfer auf und versichert mir, dass auch außerhalb meines Sichtradius noch etwas existiert. Mein Sessel lässt mich heute irgendwie nicht los. Vor ein paar Stunden bin ich aufgestanden, aber anstatt die ganzen produktiven Dinge zu erledigen, die ich mir gestern mit dem Vorsatz vorgenommen hatte, "nun aber wirklich mal den Arsch hochzukriegen", ist meine einzige Leistung bis jetzt, mir eine Kanne Ostfriesentee zu kochen, zwei rote Adventskerzen anzuzünden und mit dem allergrößtem Wohlgefallen und einem gradezu lächerlich kleinem schlechten Gewissen im weichen Polster meines Sessels abzutauchen und meine grau-blaue Musik zu hören.
Grau-Blau, meine Stimmung heute. Dazu passend läuft eine meiner wunderbar liebevoll zusammgestellten Playlists voller Schwermut, voller Melancholie und rauer Stimmen.
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And as the early sign of dawn of thunder
I see you stir the fog around
And when you find the boys and gears of sunset
And when you find the boys and gears of sunset
we'll hear that high and lonesome sound
Ach halt. Nur damit hier nicht der Eindruck entsteht, ich würde nur rumhängen. Ich beweise euch mal das Gegenteil. Super aktiv wie ja meist mein Charakter ist, bin ich natürlich bei der Fachschaft der Kunsthochschule dabei und habe mit viel Begeisterung an der Klamotten-Tausch-Party letzten Mittwoch mitorganisiert: 40 Liter Glühwein gekauft, heiß gemacht und wieder verkauft, Kekse gegessen, Lichterketen aufgehängt, heißen Glühwein über den Finger geschüttet, krass hässliche Klamotten angezogen, superschöne Gespräche gehabt, Reise nach Jerusalem gespielt (auf die einzig richtige Art) und viel viel getanzt.





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