Theater überall. Wie schon erwähnt. Montag Aya, Dienstag Tschick, heute "Monster" der Theatergruppe Moks aus Bremen.
Und ganz ehrlich, auch wenn das heutige Stück wohl das am wenigsten besuchteste war, ist es wenn ich so darüber nachdenke mit eines der besten Stücke gewesen, die ich je gesehen habe.
Gut, dass ich mir noch eine Karte gekauft habe.
Inhalt (von hier):
"[...]Und es geht um das 16jährige Mädchen Duck und ihren Vater, die
zusammen leben: Die Mutter ist bei einem Motorradunfall gestorben. Der
Vater leidet an MS, was er mit Joints und Fertigpizza erträglich zu
machen versucht. Duck ist für ihn da und hält den Alltag am Laufen. Es
könnte einfach so weiter gehen. Wären da nicht die Dame vom Amt, die
sich um das Wohlergehen der Minderjährigen zu kümmern hat, Ducks
Schulkollege Lawrence, der Duck braucht, um nicht für schwul gehalten zu
werden, und die Internetbekanntschaft des Vaters, die plötzlich sehr
real in der Wohnung steht. Von den Personen, die in Schränken versteckt
werden, oder den Pizzakartonbergen, die weggeräumt werden müssen, ganz
zu schweigen. Das neueste Stück von David Greig ist ein anarchistischer
Spaß und eine berührende Geschichte über familiäre Abhängigkeiten."
So. Da
steht halt kurz drin, worums geht. Und nun noch etwas mehr von mir dazu:
Es geht im Leben von Duck, und besonders an diesem einen wichtigen Tag, an dem "die Frau vom Amt" vorbeikommen soll, mal wieder alles schief, was nur möglich ist. Sinnbildlich übrigens
dargestellt durch die Fee der Katastrophe (ein etwas dicklicher Typ mit rosa Flügeln und Zauberstab).
Die
Geschichte war kein einziger durchgehender Handlungsstrang, es gab eine Art
Stück im Stück, auch wenn man nicht immer so richtig unterscheiden konnte, welcher
Teil denn nun grad gespielt und welcher "nicht gespielt" war. Duck
schreibt nämlich selbst Theaterstücke, und so auch das was uns hier
vorgeführt wurde. Mit 4 Leuten wollten die das spielen, haben zwischendurch nochmal Text besprochen, Rollen getauscht oder Kostüme geändert, denn man war ja noch in der Probenphase.
Dann gings sozusagen wieder "richtig" weiter. Insgesamt wars ziemlich
viel geordnetes Chaos.
Das Bühnenbild wurde bestimmt durch einen riesigen Schriftzug im Hintergrund. "Whamm!" stand dort in blauer Leuchtschrift. Es wurde generell viel mit Comic-Stil
gearbeitet. Viele Schilder, Sprechblasen und gezeichneten Figuren,
die an Stangen hochgehalten wurden und zu den Stimmen der Schauspieler die Münder bewegten.
Ein echt beeindruckendes Stück, denn es ist ja wirklich ein sehr ernstes Thema, das da behandelt wurde. Aber es wurde so lustig, locker, unkoordiniert, witzig und originell dargestellt, dass ich vor lauer Lachen an einigen Stellen ernsthaft Tränen in den Augen hatte.
Boah, das war soo gut!! Theater, eine echt große Leidenschaft ♥


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