Dienstag, 28. Mai 2013

Das Wartezimmer. Ein alltägliches Grauen.

Und wieder geht ein wunderbarer Tag in meinem Leben zuende. Ich hab zwar schon seit Sonntag nen fiesen großen ekelhaften Schnupfen, aber durch so etwas lässt Madam sich bekanntlich ja nicht aus dem Konzept bringen. Heute schien nämlich nach gefühlten 10 Jahren Regen endlich mal wieder die Sonne. Die konnte ich sogar noch etwas genießen, nachdem ich dem bazillenverseuchten Wartezimmer meines Arztes entkommen war. Echt mal, Wartezimmer sind doch die reine Hölle, oder?
Da ist man eh schon krank und wird dann auch noch mit ungefähr 10 anderen kranken, hustenden, spuckenden, stinkenden, ekelhaften Menschen in einen Raum gesperrt. Angesichts dieser Erkenntnis konnten mich noch nicht einmal die pink-weiß geringelten Halbsocken der "Dame" mir gegenüber erschrecken, die in himmelblau-weißen Ballerinas steckten und zu denen sie eine etwas zu knappe weiße Dreiviertelhose trug.
Ungefähr eine Stunde Wartezeit habe ich hinter mich gebracht, in der ich jedesmal nach dem Hustenanfall der dicklichen, schwitzenden Frau neben mir drauf und dran war, das Schild mit der Aufschrift "Bitte nicht öffen!" am Fenster zu missachten. Alle paar Minuten kam eine Arzthelferin oder ein neuer Patient ins Zimmer, und jedesmal hoffte ich meinen Namen zu hören um diesem Sumpf zu entkommen. Aber das kennt man ja, immer ist erstmal jemand anders dran und man versucht so zu tun, als wäre einem das von vornherein klar gewesen, und man hätte auch gar keine Notiz von der sich öffnenden Tür genommen. Total lächerlich.
Irgendwann kam ich dann aber natürlich doch dran. So schnell konnte der gruselige, mit den Augen rollende Mann mir gegenüber gar nicht gucken, wie ich aus der Tür raus war. Nach ca. 2 Minuten Gespräch, einmal Ääääh sagen und ner Unterschrift der Ärztin war ich endlich frei.

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